Roaring numbers

Life is messy, full of stress
too many tasks
for this short game of chess.

Must perform at any time
while the tutor watches
until he routinely chimes.

He offers a journal
always at hand
a shadow eternal
does more than demand.

With ordinary sins
long time gone
a chapter begins
while the metering goes on:
The numbers role
the numbers tell
whether heaven gets a soul
or just bittersweet hell.

We’ve been good
we’ve been bad
there’s no space for could
but we still don’t get mad.

Flesh decayed to numbers
minds are lost in space
our future gets lumbered
for today’s epic chase.

Have you ever wondered, who is behind?
 These are humans
 that just defined.

 They welded together
 an object of hope
 created a tether
 made of digital dope.

 Their power is hidden
 inscribed deep inside
 questions forbidden
 unless it is tried.

 Putting their morals
 in a spotlight so bright
 reveals crusted corals
 inside their tutor’s bytes.

 Only through looking
 closely at them
 we overturn the hooking
 and become free wo/men.

 In the end, we’re the master
 steering the wheel
 making our ride faster
 or searching for the real.


ETA, November 2020

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Nacht der Zeit

Einst schrieben wir Jahre
AM 5693
563 BC
1969 AD

Hier haben wir. Keine Uhren an uns.
Die Zeitfresser haben wir verbannt,
ohne Hoffnung und Plan.
Jetzt bewegen wir uns vorwärts.

Die eigene Geschichte, eine fröhliche Tragödie.
Verbrannt vom überfüllten Raum,
geflutet von der Bewegung der Zeit.
Dort bewegten wir uns rückwärts.

Und so schreiben wir an diesem Ort.
Hier waren wir,
hier sind wir,
hier werden wir sein.


ETA, März 2020

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Kategorisiert als Gedichte

Könnte es

Alle Fragen
wann es endet
dabei startet es erst Jetzt.

Könnte es

Bloß rückwärst sie sich wenden,
auf der Suche nach der Norm.
Besser vorwärts, Stimme laut:
Ketten rasselnd bis sie springen,
Zukunft schreibend auf zum Glück.
Kämpfend hin zur Anerkennung,
Börse stürzen dann den Grips.

Könnte es

Vom aufgehängt zum abgehängt,
bald wieder zurück ins Nichts.
Auf Gemälden es vermodert,
hinter Mauern keine Sicht.
Davon weniger sind mehr,
das Meer für alle Seelen,
Nichts für wenige davon.

Könnte es

Nun gestraft durchs selbst belügen,
denn gestartet wurde nie.
Die Geschichte bleibt ein Fügen,
und wir Andern bloß das Vieh.

Könnte es. Könnte es. Könnte es. Könnte es. Könnte es. Könnte es.


ETA, Mai 2020

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Lose Seile im Morast

Ein Hilferuf
verfolgt mich seit ich denke.
Er springt von Ort zu Ort
in jeder neuen Welt.
Egal wohin ich mich auch wende
sein Morast verschluckt den Blick.
Mit jedem Schritt ich suche
einen sichern Weg hindurch.
Von links und rechts
die immer gleichen Rufe hallen.
Werf ich ein Seil
folgt doch kein Griff.
Dabei kann ich doch nur werfen
ein Todessprung bringt nichts.
Und so schallt es munter weiter
die Hände kraftlos außer Sicht.
Denn sie wollen nicht erfahren
was nicht nützt nur schadet schön.
Meine Reise führt mich weiter
bis zum falschen letzten Schritt.


ETA, September 2020

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Jetzt, nicht hier

Trage den Kopf in den Wolken;
bin nicht hier,
vor allem nicht im Jetzt.
Gehe nur einmal zurück,
aber das jedes Mal.
Wo wird das enden?
Muss es nicht wissen.
Bleibe zurück in der Nacht,
bis zur Brandung des Morgens.
Alle Blätter beschrieben,
keine neuen zur Hand.
Im Spiegel, ein armes Gesicht,
auf der Treppe ganz unten.
Davor, ein Körper der Mitte,
der sich selbst verkennt.
Kann es nicht sehen,
gut antwortet die Welt.
Bin der Grund,
für das Ende vor uns allen.
Trage den Kopf in den Wolken;
bin nicht jetzt,
vor allem nicht im Hier.


ETA, Juli 2020

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Identitätskrise

An sich sind wir,
für sich dürfen wir nicht sein.
Aufgelöst, in süßen Phrasen der Geschichte:
Alle Menschen sind gleich
Wir sind es nicht.
(Waren es nicht,
werden es in dieser Geschichte nie sein.)
Klassen sind stumpfe Relikte,
in schwarz-weiß klagen sie uns an.
Kämpfe vertrocknen wie Stempel,
nichts für uns Zufriedene.
Die einzige Wut,
wenn sie uns denn findet,
wird nach unten gespuckt.
In Schrift und Wort und Bild,
ertränken wir uns darin.
Zur gleichen Zeit strampeln wir nach oben,
in der Hoffnung uns wieder zu sehen.
Das Ende, dann so nah,
bringt das Oben nach Unten,
und der Horizont,
erstrahlt noch immer gleich.


ETA, Juli 2020

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Kategorisiert als Gedichte